Das bin ich:
Sarah Eisermann

Mama
Fotografin
Logopädin

Ein Foto kann mehr als nur ein eingefrorenes Spiegelbild zu sein. Es kann uns fühlen, erinnern und Verbindung spüren lassen. Es kann Liebe sichtbar machen. Das sind die Fotos, die Familien wirklich brauchen.

Das ist meine Erfahrung

Ich bin Fotografin für Schwangerschaftsfotos, Neugeborenenfotos und Familienfotos in Köln, Neuss, Leverkusen und der Umgebung. Bei mir bekommt ihr Fotos aus eurem Alltag. Erinnerungen ans Leben als Familie.

Die Magie von Fotos

Es gibt ein Foto von mir und meiner Mutter. So kostbar, mit Geld niemals zu bezahlen. Auf dem Foto sitzen wir nah nebeneinander. Ich schaue auf einen Punkt neben dem Fotografen und lächele. Meine Mutter drückt ihr Gesicht an meine Wange, auf eine Art, bei der es fast zermatscht aussieht. Ihre Augen hält sie dabei geschlossen. Es sieht aus, als würde sie dabei meinen Kinderduft einatmen, die Liebe zwischen uns genießen, während ich voller Freude bin. Es ist kein schickes Fotos. Etwas unscharf, weil mein Opa es geschossen hat und damals schon schlechte Augen hatte. Meine Mutter fände sich darauf sicher nicht besonders schön. Stattdessen zeigt es tiefere Schönheit. Zuneigung und Liebe zwischen Mutter und Tochter. Dieses Foto ist mein Schatz, aus einer Zeit in der wir zusammen und glücklich waren. Etwa ein Jahre nach der Aufnahme starb sie nach einer kurzen heftigen Krankheit. Dieses Foto ist für mich heute wie ein Beweis ihrer Liebe zu mir. Immer dann, wenn ich sie dringend brauche. Auch noch heute.  

Es gibt unzählige Fotos von mir als Kind. Viel zu viele. Auch schon damals mit Film fotografiert. Meine Eltern waren offensichtlich einfach richtig stolz, dass es mich gibt- so geht uns mit unseren Kindern doch auch, oder?! Es gibt noch weitere hundert Fotos von meiner Familie, wie alle brav während eines Familienfests in die Kamera lächeln. Keines davon schafft auch nur annährend in mir ein tiefes Gefühl von Liebe und Geborgenheit hervorzurufen. Es sind Fotos. Punkt.

Fotos können aber viel mehr sein, als ein eingefrorenes Spiegelbild einer Person oder Situation. Genau wie diese eine Foto von meiner Mama und mir. Oh ja- da ist sie! Diese tiefe Liebe und Verbindung. Es gab sie wirklich.

Wie bekommen wir Fotos mit tiefer Bedeutung? ​

Die Fotoalben meiner Kindheit habe ich noch einige Male nach Bildern wie diesen abgesucht. Gefunden habe ich nur wenige. Keine beantwortet meine Fragen: Was haben wir so täglich zusammen gemacht? Haben wir gemeinsam gespielt? Und wenn ja, was? Durfte ich beim kochen helfen? Hatten wir draussen einen Lieblingsort? Leider gibt es niemanden, der mir diese Fragen beantworten kann. Auch mein Vater starb etwa ein Jahr nachdem meine Mutter gestorben ist.

Das Ding an dem Foto mit mir und meiner Mutter ist: Wir haben nichts für die Kamera getan. Niemand hat meiner Mutter gesagt „Jetzt kuschel dich mal eng an Sarah“. Niemand hat gesagt, wo wir uns hinsetzen sollen. Dieser Moment ist so natürlich wie atmen passiert und wurde durch eine glückliche Fügung von meinem Opa konserviert. Natürlich hat er nicht annähernd ahnen können, was für ein kostbares Bild er für mich in diesem Moment festgehalten hat. Nüchtern gesagt, hat er einfach dokumentiert. Was passiert ist. Wo. Wer. Diese Einfachheit, purer Moment, lässt Fotos mit tiefer Bedeutung entstehen.

Solche Momente finden wir im ganz Alltäglichen. Immer dann, wenn wir mir mit den Menschen, die wir lieben gemeinsam Zeit verbringen. Es ist die Kinderhand, die sich beim spazieren gehen in Mamas Hand schummelt. Es ist das Mehl aus dem Gesicht streichen, wenn beim Backen mal wieder das Chaos ausgebrochen ist. Es ist das Buch, das wir gemeinsam mit unseren Kindern lesen, aneinander gekuschelt auf dem Sofa oder in einer Höhle. Es ist die Albernheit und das Spiel, mit dem wir versuchen unser Kind doch noch zum Mitmachen beim Zähneputzen zu motivieren. Es ist das ganz normale Leben miteinander. So einfach und so wahr.    

Meine Mission: Mehr Familienalben voller Wahrheit und Liebe

Es gibt unzählige Momente mit meinem Sohn, an die ich mich eines Tages erinnern will. Einige schreibe ich auf, manche hab ich auf Fotos, andere im Herzen. Wir Deutschen sind Versicherungsweltmeister. Für fast alles gibt es eine Versicherung. Ob Hausrat, Brille oder Zähne. Doch niemand denkt seine Erinnerungen mit. Fotos sind für mich wie eine Erinnerungsversicherung: An unser Sohn, als er immer auf der Kochinsel hockte, um mit mir gemeinsam zu kochen. Als er eine Phase hatte, in der er super gern Fenster geputzt hat (äh… ja, streifenfrei ging anders, aber Spaß hatten wir!). Wir haben viele Bilder aus unserem Alltag (auch dank einer Fotografie-Kollegin), die die kleinen Gesten zeigen und eine Geschichte erzählen. Unsere Geschichte. Eure Geschichte. Und sie zeigen nicht nur uns, als Spiegelbild, sondern auch unseren Kindern das Wichtigste, wonach wir uns alle sehnen: Liebe. Verbundenheit. Vertrautheit.

Mein Weg zur Familienreportage

Fotografin wollte ich schon immer sein, doch schon als junge Erwachsene war mir klar, dass ich in einem Fotostudio nicht glücklich werde (weder als Fotografin, noch als zu Fotografierende). Ein Praktikum hat es mir bewiesen. Passfotos machen, Studiosettings arrangieren, um einen Haufen ähnlicher Fotos zu bekommen. Anweisungen geben. Stimmungen für Kunden erzeugen, um ein Wunschfoto zu bekommen. Ich hab mich damit null wohlgefühlt. Fotografie war nicht meine Welt. Abgesehen von den gigantisch beeindruckenden Reportagen im National Geografic. Reportagen fand ich einfach schon immer genial. Zeigen, was wirklich los ist. 

Ich wurde Logopädin und bin es bis heute. Aktuell begleite ich angehende Logopädinnen in ihrer praktischen Ausbildung als Supervisorin. Pädagogik, Psychologie, Medizin und Sprache – Informationen zu den Themen hab ich aufgesaugt. Bis zur Geburt unseres Sohnes habe ich vor allem im Neurologie- und Kindersprachbereich gearbeitet.

Und dann wurde ich Mama. Ich machte Fotos von unserem Sohn, wie alle Eltern. Viele. Ich dokumentierte, was wir im Alltag machen. Ich hielt Momente zwischen ihm und meinem Mann fest, voller Liebe, Leichtigkeit und Freude. Ich hielt all das fest, was mir in meinen eigenen Kindheits-Fotoalben fehlte.

Der Gedanke „damals wollte ich Fotografin werden“ kam mir immer öfter in dem Sinn. Und dann dachte: Scheiß drauf. Das machst du jetzt. Ich probierte mich bei anderen Familien im Freundeskreis aus. Ich besuchte einen augenöffnenden Workshop. „Echtes Leben zeigen“ mit der Fotografin Stephanie Richartz. Ich hörte zum ersten Mal etwas von der dokumentarischen Familienfotografie und wusste dann mit absoluter Sicherheit: Ja! Hier bin ich richtig. Das ist mein Weg.

Und den ging ich dann weiter. Weil ich das Handwerk Fotografie „richtig“ lernen wollte, machte mein Studium zur Fotodesignerin an der Onlineschule für Gestaltung. Ich besuchte Workshops, unter anderen von meinen Kolleginnen Chiara Doveri und Marcia Friese. Ich sammelte Erfahrungen, mit jeder Familie die ich bis heute begleiten durfte. Wie das überhaupt abläuft, wenn ich mit Familien in einem Teil ihres Alltags arbeite? In meinem Blog bekommt ihr ein paar Einblicke. Zum Beispiel war Olivia so nett ihre Erfahrungen mit euch zu teilen. Danke dir, Olivia!

Zertifikat

3 Dinge über mich

❤️ Ich hasse Schmetterlinge – einfach eklig. Würmer mit pseudoschönen Flügeln

❤️ Ich sage nie nein zu einem guten Stück Kuchen (vor allem wenn er mit Schokolade ist)

❤️ Ich nehme mir jedes Jahr vor einen Handstand zu können, bin aber immer zu faul zum üben.

Du hast Lust auf Fotos, die mehr sind als nur Bilder?